Rea Garvey
live beim Zeltfestival Ruhr
Der
aus
der
irischen
Stadt
Tralee
stammende
Rea
Garvey
ist
eine
charismatische
Mischung
aus
Entertainer,
Musiker
und
Geschichtenerzähler.
Er
präsentierte
in
Bochum
eine
Mischung
aus
gefühlvollen
Pop
Balladen,
energiegeladenen
rockigeren
Momenten
und
überraschend
persönlichen
Anekdoten,
vorgetragen
mit
einer
guten
Portion
Charme
und
Selbstironie.
Als
der
Bühnenvorhang
pünktlich
um
20
Uhr
fiel,
stand
Rea
in
Heldenpose
hinter
einem
wackeligen
Leuchtmikroständer
und
stieg
mit
Free
Like
the
Ocean,
Is
it
Love?
und
Kiss
Me
direkt ein in das erwartbare Hitfeuerwerk.
An
seiner
Seite
seine
herausragend
versierte
Live
Band,
neben
Pat
Fa
am
Schlagzeug,
Mark
Ferguson
am
Bass,
Uwe
Bossert
und
Simon
Fürst
an
den
Gitarren wurde Rea von einer Violinistin aus Amerika unterstützt.
Garvey
betonte,
dass
es
in
diesen
krisengeschüttelten
Zeiten
nicht
selbstverständlich
sei,
mit
seinem
Publikum
zwei
tolle
Stunden
friedlich
miteinander
feiern
zu
können.
Und
feiern
konnte
und
wollte
das
recht
bunt
gemischte
Bochumer
(die
Stadtgrenze
zu
Witten
verläuft
quer
über
das
Festivalgelände.
Liebe
Wittener,
seht
es
uns
nach:
Nach
unserem
Kenntnisstand
befindet
sich
das
Sparkassenzelt
in
Bochum.)
Publikum
an
diesem
Abend
und
stellte dies auch bei Beautiful Life und Water unter Beweis.
Immer
wieder
lockerte
Rea
die
Pausen
zwischen
den
Songs
mit
charmanten
Anekdoten
auf
–
etwa
vor
dem
Titel
Make
it
Rain
mit
der
Geschichte
über
seine
Frau
Josephine,
die
er
vor
rund
25
Jahren
kennenlernte
und
die
ihn
zunächst
abblitzen
ließ,
bis
er
sie
schließlich
doch
zum
Tanz
bat.
Seine
Nähe
zum
Publikum
zeigte
sich
auch,
als
er
völlig
verschwitzt
sein
Hemd
öffnete
und
darunter
ein
T-Shirt
mit
der
Aufschrift
„Bochum“
zum
Vorschein
kam.
Das
Herz
von
uns
Pottkindern ist nun einmal sehr einfach schon mit kleinen Gesten zu gewinnen…
Es
folgten
Somewhere
Close,
Colour
Me
In
und
Yeah
Yeah
Yeah,
bei
dem
das
Publikum
den
Nachweis
erbringen
konnte,
dass
man
beim
Zeltfestival
Bock
auf
Mitsingen
hatte.
Für
Tonight
schnappte
sich
der
mehrfache
„The
Voice
of
Germany“-Juror
Rea
die
Akustik
Gitarre
und
gab
sein
Bestes,
sie
halberlei
nach
Gehör
nachzustimmen:
„Ich
kann
spielen,
aber
im
Stimmen
war
ich
nie
so
gut.
Die war schon so gestimmt, als ich sie gekauft habe.“
Der
für
uns
überraschendste
Moment
des
Abends
war
der
Auftritt
seiner
ältesten,
mittlerweile
20-jährigen
Tochter
Aamor
bei
dem
Song
Halo,
einem
Lied,
dass
Rea
für
eben
diese
Tochter
geschrieben
hatte
und
mit
der
er
nun
ein
fulminantes
Duett
performte.
Auch
beim
brandneuen
Titel
Take
this
Heart
hatte
Aamor
ihren
Auftritt.
Im
Normalfall
werden
wir
als
bucklige
Konzertkritiker
überkritisch,
wenn
Stars
ihre
Sprösslinge
auf
die
Bühne,
vor
die
Kamera
oder
ins
Studio
schieben,
um
deren
Karrieren
einen
Anfangspush
zu
verpassen.
Die
Auftritte
von
Rea
und
seiner
Tochter
wirkten
jedoch
so
natürlich,
familiär,
zugewandt
und
auch
gesanglich
passend
solide,
dass
vor
allem
Halo
ein
echtes
Highlight
des
Konzertabends wurde und dies nicht an der abgefeuerten Konfettikanone lag.
New
Day
Tomorrow
widmete
Rea
seinem
Vater,
es
folgten
Can‘t
say
No
und
Oh
My
Love,
gefolgt
von
einem
etwas
sehr
langen
Werbeblock
für
sein
im
Herbst
erscheinendes
Buch.
Zu
erzählen
hat
der
Mann
aber
definitiv
etwas:
„Das
Leben
hat
so
viele
Täler,
irgendwann
erreichst
Du
den
Boden.
Dann
kommst
Du
entweder
unter
die
Erde
oder
Du
stehst
wieder
auf.
Und
ich
wollte
wieder
aufstehen.“
Mit
I
don’t
Wanna
Go,
The
One
und
Wild
Love
bog
der
Konzertabend
in
die
Zielgerade
ein;
doch
natürlich
gab
es
noch
Zugaben.
Der
Abend
endete
mit
großer
Emotionalität:
Zum
Abschluss
um
kurz
vor
22
Uhr
sangen
alle
Fans
lauthals
erst
den
Klassiker
Supergirl
und
dann
Can’t
Stand
the
Silence
mit
–
der
gemeinsame
Chor
war
ein
klangvoller
Nachhall
eines
intensiven,
schweißtreibenden Konzertes.